Der Anfang

Wie alles seinen Anfang nahm

Ende der 1980-er Jahre überlegte ich mir, nach dreieinhalb langen Jahren der erfolgreichen nebenberuflichen Weiterbildung nach dem Motto “ vüu Schaffä, vüu Schuel, weni Schloffä “  endlich mal wieder richtig Ferien zu machen und dabei etwas total neues zu erleben. Damals jung und ungebunden, fand ich eher zufälligerweise über einen damaligen Kollegen zum Katamaran-Segeln, denn er suchte nämlich einen Vorschoter. In der Trapezhose auf einem Tornado bei 4 Bft. über den Murtensee rasend fand ich, Segeln ist geil und obendrein kinderleicht…………..bis ich nach dem ersten Durchkentern solo bei  keinerlei Ahnung vom Segeln und fast alleine, ausser dem freundlichen Motorbootfahrer, der mir damals aus dem See und aus der ungemütlichen Situation half, ernüchternd feststellen musste, das dies ja so nicht das Gelbe vom Ei sein konnte !

Aber der Segel-Virus hatte bereits seine ganze Arbeit geleistet !

Also wandte ich mich weg vom „gefährlichen“ Katamaran dem gemütlicheren und sicheren  Dickschiff zu. Aus vielen Angeboten fand ich, dass eine Woche Hochsee zum Schnuppern auf einer „richtig grossen“ 38 Fuss-Yacht zu sechst und eine Woche B-Theorie mit abschliessender Prüfung im Hotel genau das richtige war. Also buchen, Segelsack packen und ab nach Mallorca an den Frühling ! Aber, meinem Naturell entsprechend konnte ich doch nicht so einfach an Bord gehen, so ohne jegliche Ahnung ( Aha ! Von wegen Naturell ! Aus der Kenterung mit dem Kat hat einer seine Lektion gelernt ! )………..also besuchte ich über den Winter einen B-Theoriekurs an Land und arbeitete mich durch das Evangelium der Seemannschaft. Der Skipperin fiel dann vermutlich sofort auf, dass ich höheren  Aufgaben gewachsen war und Sie beförderte mich umgehend zum Skip 2.

Sie ahnen es sicher bereits………….für den B-Hochseeschein hatte ich fast alles zusammen, ausser den D-Schein………..musste eigentlich nur noch die Prüfung für den D-Schein machen…..

…..und so fand ich mich eines Tages ein auf dem Steg am Bielersee, um die Prüfung zu machen, denn mein Handwerk hatte ich ja gelernt. Aber die Trias war dann schon eine andere Nummer als die meergehenden Segelyachten, und so musste ich nochmals etwas Lehrgeld bezahlen, aber…..

…..einige Tage später hatte ich Ihn endlich in den Händen: den D-Schein ! ………und noch viel besser: einige Wochen später sogar auch den B-Schein ! Endlich hatte ich erreicht, was ich wollte !

Fortsetzung folgt

die sportliche Segelschule am Bielersee